Zum Buch „Letzte Runde“

Der Werkzeugkasten

Die Werkzeuge aus dem Buch als ausfüllbare Vorlagen – kostenlos, ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse. Herunterladen, ausdrucken, benutzen.

Drei Werkzeuge

Alles, was im Anhang steht – nur zum Ausfüllen

Im Buch stehen diese drei Werkzeuge als Text. Hier liegen sie als Datei: zwei zum Ausdrucken, eine zum Rechnen. Sie funktionieren auch ohne das Buch – nur die Begründung, warum die Grenzen dort liegen, wo sie liegen, steht im Buch. Die Dateien sind unverändert aus dem Buch übernommen – dort duzt Ingo Wadowski seine Leser.

01

Der Krisen-Schnellcheck

PDF · 2 Seiten · zum Ausdrucken und Ankreuzen

Achtzehn Fragen in zwei Tests. Der erste fragt, wie es Ihnen mit Ihrem Betrieb geht; der zweite, ob Sie ihn kennen. Zusammen rund zwanzig Minuten – und ein ehrlicheres Bild als jede Jahresbilanz, weil beide Tests auf heute schauen statt zurück.

Wann Sie ihn brauchen: einmal im Quartal, im selben Rhythmus wie die Inventur. Ein einzelner Durchlauf zeigt einen Zustand, vier zeigen eine Richtung.

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02

Der Kennzahlen-Spickzettel

PDF · 1 Seite · zum Aufhängen im Büro

Acht Zahlen mit Ampelbereichen auf einem Blatt: Wareneinsatz (Küche und Bar getrennt), Personal, Prime Cost, Pacht, Energie, Ergebnis, Liquiditätsreserve. Wer diese acht Werte kennt, diskutiert nicht mehr über Gefühle – weder mit dem Steuerberater noch mit der Bank.

Wann Sie ihn brauchen: jeden Monat einmal, nach der BWA. Die Werte stehen unten auf dieser Seite auch zum Nachlesen.

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03

Die 13-Wochen-Liquiditätsvorschau

Excel-Vorlage · rechnet selbst · mit Anleitung

Dreizehn Spalten, eine je Woche: Anfangsbestand plus Einzahlungen minus Auszahlungen gleich Endbestand. Nur die grauen Felder werden ausgefüllt, der Rest rechnet sich selbst; Wochen mit negativem Konto färben sich automatisch rot. Das Werkzeug kommt aus der Restrukturierungspraxis – Banken und Sanierungsberater rechnen damit.

Wann Sie sie brauchen: jeden Montag zehn Minuten, eine Woche weiterrollen. Jede rote Woche mit sechs Wochen Vorlauf ist eine Verhandlungsaufgabe – ohne Vorlauf eine geplatzte Lastschrift.

Excel-Vorlage herunterladen XLSX, ca. 10 KB · öffnet auch in LibreOffice

Alle drei Dateien sind kostenlos und dürfen im Betrieb weitergegeben werden. Sie sind Werkzeuge aus der Beratungspraxis und ersetzen weder Steuerberater noch – wenn rote Linien erreicht sind – den Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Erstgespräch

Wenn der Schnellcheck unbequem ausgefallen ist, reden wir.

Dreißig Minuten, kostenlos und unverbindlich. Kein Verkaufsgespräch: Sie schildern Ihre Lage, ich sage Ihnen ehrlich, ob und wie ich helfen kann – und wenn nicht, auch das.

Zum Nachlesen

Die acht Kennzahlen und ihre Ampelbereiche

Dieselben Werte wie auf dem Spickzettel – hier zum Nachschlagen, ohne Download. Alle Quoten netto und geteilt durch den Netto-Umsatz. Wer Brutto durch Netto teilt, rechnet sich systematisch schön. Der Unternehmerlohn gehört ehrlich in die Personalquote, auch wenn er nie ausgezahlt wurde. Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich schieben.

KennzahlGesundWarnungAlarm
Wareneinsatz Speisebetrieb25–32 %dauerhaft über 35 %ab 40 %
Wareneinsatz Barunter 25 %
Personal (inkl. Unternehmerlohn)25–35 % je nach Konzeptüber 35 %ab 38–40 %
Prime Cost (Ware + Personal)unter 60 %über 65 %
Pacht oder Mietebis 10 %ab 12,5 %
Energiebis 6 %ab 8 %ab 10 %
Ergebnis vor Steuern8–10 %unter 3 % dauerhaft
Liquiditätsreserve (gemessen in Monatsfixkosten)3 Monateunter 1 Monat

Zur Ehrlichkeit: Diese Ampelbereiche sind Einordnungen aus amtlichen Statistiken, Branchenwerten und Beratungspraxis (Stand Sommer 2026) – keine Gesetze. Ein Fine-Dining-Restaurant liegt anders als eine Bar, ein Betrieb mit hoher Pacht anders als einer im eigenen Haus. Ein „—“ heißt nicht Entwarnung, sondern dass das Buch für diesen Wert keinen eigenen Zwischenbereich ausweist. Die Übersicht ist eine eigene Zusammenstellung nach Daten der unten genannten Herausgeber.

Buchcover: Letzte Runde – Bevor das Licht ausgeht, von Ingo Wadowski
Das Buch dazu

Letzte Runde – Bevor das Licht ausgeht

Klartext Gastronomie · Buch 2 · Der Turnaround-Fahrplan aus über 20 Jahren Praxis

Die Werkzeuge oben sind der Anhang. Das Buch ist der Weg dorthin: Wie Sie eine Krise erkennen, bevor die Bank sie erkennt. Wie Sie Liquidität sichern, wenn das Konto schon eng ist. Und wie Sie das Gespräch mit Verpächter, Lieferant und Finanzamt führen, solange Sie noch verhandeln – statt zu bitten.

Belege

Die Quellen des Buches

Im Anhang steht, dass das vollständige Quellenverzeichnis auf dieser Seite liegt. Hier ist es. Stand Sommer 2026. Alle Fallfiguren im Buch sind fiktive, aus mehreren realen Fällen zusammengesetzte Beispiele; alle Beispielrechnungen sind als solche gekennzeichnet.

Zahlen zur Branche und zu Kostenquoten

  • BMF-Richtsatzsammlung 2023 – amtliche Quoten-Korridore
  • Eurostat-Strukturstatistik und DEHOGA-Zahlenspiegel – Personalkosten, Branchenlage
  • Deutsche Bundesbank, Jahresabschlussstatistik – Margen
  • DEHOGA NRW, „Teure Zeiten im Gastgewerbe“ (2022) – Musterrechnung
  • DEHOGA-Umfragen Herbst 2020 (Entgegenkommen der Vermieter) und Juli 2024 (Öffnungszeiten, Angebotsanpassung)
  • WKO/ÖHT-Prodinger, Gastro-Kennzahlen – Landgasthaus-Benchmarks, Datenbasis 2019/20
  • Statistisches Bundesamt – Überlebensraten, Insolvenzen, Gasthof-Zahlen

Krise, Insolvenz und ihre Ursachen

  • CRIF-Insolvenzanalysen 2023/24 – stille Schließungen
  • Euler Hermes / ZIS Universität Mannheim (2006) und ZEW/BMWi (2010) – Insolvenzursachen, Verwalterbefragung
  • United Interim, Krisenmanager-Befragung 2026
  • IHK-Krisenleitfäden – Warnsignale, Bankgespräch
  • BGH, Urteil vom 12.01.2022 – XII ZR 8/21 – Gewerbemiete bei externem Schock
  • Controllingportal / Andresen-Zöphel – BWA-Bestandsveränderungs-Fall
  • Parsa u. a., Cornell Hospitality Quarterly – Scheiterraten

Karte, Preise und Gästeverhalten

  • Kasavana/Smith (1982) – Menu Engineering
  • Scheibehenne u. a. (2010) und Chernev u. a. (2015) – Auswahl-Forschung
  • Yang/Kimes/Sessarego (2009), Cornell – Preisdarstellung
  • Yang (2012) – Blickverlauf auf Speisekarten
  • Naipaul/Parsa (2001) – Preisendungen
  • SeeLevel-HX-Drive-in-Studie 2020 (McDonald’s)
  • BMEL/Thünen-Institut 2020 und United Against Waste – Lebensmittelabfälle
  • Verbraucherzentrale/Lebensmittelklarheit – versteckte Verkleinerungen; österreichisches Anti-Mogelpackungs-Gesetz 2026

Gäste, Bewertungen und Sichtbarkeit

  • Michael Luca, Harvard Business School – Bewertungen und Umsatz
  • Proserpio/Zervas (2017) – Antworten auf Bewertungen
  • BrightLocal, Whitespark, respondelligent – lokale Sichtbarkeit
  • Kumar u. a. (2015) – Rückgewinnungs-Forschung
  • Ehrenberg-Bass-Institut / IPA-Datenbank – Wachstum durch Neukunden

Team, Führung und Personal

  • Gallup Engagement Index 2025, Edelman Trust Barometer 2026, Hans-Böckler-Stiftung WP 301/2023
  • Låstad u. a. (2025) und Sverke u. a. – Metaanalysen zur Jobunsicherheit
  • Rubenstein u. a. (2018) – Fluktuationsforschung
  • van Dierendonck/Jacobs (2012) – Fairness bei Personalabbau
  • Hughes (2011) – der 70-Prozent-Mythos
  • softgarden (2022) – Frühfluktuation und Einarbeitung
  • Haynes u. a. (2009), Ramsay u. a. (2019), Urbach u. a. (2014) – Checklisten; Atul Gawande, „The Checklist Manifesto“ (2009) – Boeing-Episode

Amtliches und Rechtsgrundlagen

  • Bundesagentur für Arbeit, Merkblatt 8a (Kurzarbeit) und Insolvenzgeld-Informationen
  • Gesetzestexte über gesetze-im-internet.de: InsO, StGB, AO, EStG, SGB III und IV, BGB, TzBfG, MiLoG, KWG, StaRUG